Indien

Reisezeit: Februar 2012

Reiseroute: Delhi, Agra, Fatehpur Sikri, Jaipur, Ranthambore NP., Bundi, Chittorgarh, Udaipur, Goa, Mumbai

Beginnen möchte ich mit ein paar ausgewählten Portraits von den Menschen, die mir auf der Reise begegnet sind. Natürlich sind hunderte Gesichter „unfotografiert“ geblieben, teils aus Mangel an Zeit und Ruhe, teils aus Respekt vor der persönlichen Würde.

Weitere Bilder von Menschen und ihrem Leben werde ich in den folgenden "Streetfotografien" zeigen. Was natürlich nicht fehlen wird, sind die großartigen Bauwerke, die ich den entsprechenden Orten zuordne.

 

Viel Spaß beim Gucken!

 

Agra

Die Highlights von Agra sind zweifelsohne das Agra Fort und natürlich das Taj Mahal.

 

Der Mogul Akbar ließ das Fort als eine halbmondförmige Festung zwischen 1565 und 1573 errichten und selbst seine Enkel bauten sie weiter aus. Die „Rote Festung“ diente über Generationen hinweg als Machtzentrum des Mogulreichs.

Hier stand auch der berühmte Pfauenthron, der später über Delhi nach Teheran gebracht wurde und dem Schah von Persien als Thron diente.

 

Agra mit dem Fort und dem Taj Mahal sind untrennbar mit der romantischen Liebesgeschichte von Shah Jahan und seiner Lieblingsfrau Mumtaz verbunden. Mumtaz starb kurz nach der Geburt ihres 14. Kindes. Er ließ für sie das Taj Mahal als Grabmal errichten. Die Arbeiten an dem Mausoleum begannen 1632 und dauerten bis 1653. Ungefähr 20. 000 Arbeiter waren daran beteiligt.

Später wurde Shah Jahan vom eigenen Sohn entmachtet und im Fort gefangen gehalten. Er soll jeden Tag seiner Gefangenschaft sehnsüchtig auf das in Sichtweite gelegene Grabmal seiner Mumtaz geschaut haben. Shah Jahan starb 1666 und wurde im Taj an der Seite seiner Lieblingsfrau begraben.

 

Streetfotografie 1

Impressionen während der Fahrt von Delhi über Agra und Fatehpur Sikri nach Jaipur

Jaipur

Jaipur wird aufgrund der rosaroten Fassadenfarbe aller Häuser in der Altstadt auch die Rosarote Stadt genannt. Eigentlich ist das Rosarot mehr ein Terrakotta, aber das stört hier niemanden.

Der Hawa Mahal, besser bekannt als der „Palast der Winde“ ist Jaipurs berühmtes Wahrzeichen. Er wurde 1799 gebaut, damit die Hofdamen unbeobachtet die Straßenprozessionen sehen konnten. Bis auf den ersten Stock sind alle anderen Stockwerke nur eine Fassade, an der die Damen auf der Rückseite hinaufstiegen, um auf das Treiben hinabzuschauen.

Der prächtige Stadtpalast und das Jantar Mantar, ein beeindruckendes Observatorium mit 18 riesigen astronomischen Messgeräten aus Stein (im 18. Jahrhundert konstruiert) waren mehr etwas für das Auge als für den Blick durch das Objektiv, deshalb keine Bilder.

Dafür waren die Straßen und Märkte ein Eldorado für Aufnahmen!

 

Streetfotografie 2

Impressionen während der Fahrt von Jaipur über Ranthambore nach Bundi.

 

Übrigens!

Welche 3 Dinge benötigt ein indischer Autofahrer?

1. A good horn

2. Good brakes

3. Good luck

 

... hat mir unser indische Fahrer mit verschmitzter Miene erzählt!

Bundi

Bundi sollte eigentlich nur eine Übernachtungsetappe auf unserem Weg nach Udaipur sein, überraschte uns aber mit einem stattlichen Palast und dessen faszinierenden Wandgemälden. Auch die Altstadt hat ihre Reize, besonders wenn man wie wir inmitten eines moslemischen Festivals gerät!

Die Dame aus Tausendundeinernacht tanzte anmutig auf einem Wagen und schaute ständig zu mir (natürlich nur wegen meiner Kamera!), so daß sich die vor mir stehenden Männer nach mir umschauten und mich bewundernd anlächelnden.

Etwas später informierte mich unser Guide diskret, die Hübsche sei in Wirklichkeit ein Mann!

Als krönender Abschluss musste ich noch zu den Klängen der Musikanten mittanzen. Bilddokumentationen hierzu gibt es glücklicherweise nicht!

Streetfotografie 3

Impressionen während der Fahrt von Bundi über Chittorgarh nach Udaipur.

Udaipur